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Lernfortschrittsdokumentation (LFD)

 

Die Lernfortschrittsdokumentation ist eine Form der alternativen Leistungsbeschreibung, die Elemente der Kommentierten Direkten Leistungsvorlage (Sammeln von ausgewählten Arbeitsblättern, Zeichnungen, verfasste Texte, Hausübungen, etc.) mit Elementen des Pensenbuches (die Lernziele sind aber anders als im Pensenbuch) vereint.

Grobziele:

Diese Lernziele sind zudem „in für SchülerInnen verständlicher Form“ (Ich-Form) formuliert!

Zielstellung:

  • Klare, übersichtliche Struktur im Hinblick auf Lehrplanziele vor dem Hintergrund der Lernfortschrittsdokumentationen
  • Lernzielformulierungen in Schülersprache (z. B. Ich kann fließend vorlesen). Dadurch wissen SchülerInnen, was sie können bzw. kennen sollen.
  • Transparenz im Hinblick auf kognitive als auch sozio-emotionale Lernziele für SchülerInnen, LehrerInnen und Erziehungsberechtigte.
  • Die „Lernfortschrittsdokumentation“ erleichtert transparente, individualisierte aktuelle Leistungsprofile der SchülerInnen.
  • Die „Lernfortschrittsdokumentation“ zeigt, was bereits gekonnt wird, was noch zu üben ist, welche Lehrplanziele bereits durchgenommen wurden und welche noch im Laufe des Schuljahres angestrebt werden.
  • Die „Lernfortschrittsdokumentation“ beschränkt sich (anders als das Pensenbuch) auf Groblernziele, die kompatibel sind im Hinblick auf Lehrplan und Bildungsstandards.
  • Die „Lernfortschrittsdokumentation“ will ein Instrument sein, das die SchülerInnen zunehmend befähigt, ihren eigenen Lernfortschritt zu reflektieren (zu den einzelnen Lernzielangaben werden von den SchülerInnen repräsentative Aufgaben, Arbeitsblätter etc. ausgewählt, die sie „besonders gut“ finden).
  • In der Lernfortschrittsdokumentation findet der Schüler/die Schülerin durch den Lehrer/die Lehrerin angegeben, ob im Hinblick auf ein Lehrplanziel noch Übungsbedarf besteht.
  • engere Kooperation Schule-Elternhaus
  • Stärkung und Erhaltung der Lernfreude und kindlichen Wissbegierde

 

Organisation:

An die Stelle der Ziffernbeurteilung tritt das „Sammeln“ der Leistungen jedes Schülers/jeder Schülerin. Im Detail bedeutet dies:

  • Für jede/n SchülerIn wird eine individuelle Mappe (Lernfortschrittsdokumentation) angelegt. Sie umfasst die Lehrplanziele (mindestens) eines Schuljahres, ausgewählte Arbeitsblätter, Zeichnungen, verfasste Texte, Hausübungen etc.
  • Die SchülerInnen vermerken selbst bei den Lernzielen, was sie schon können. Die Lehrerin/der Lehrer tickt/malt/paraphiert in regelmäßigen Intervallen, welche Ziele von der Schülerin/vom Schüler bereits gekonnt werden und welche noch geübt werden müssen. Die Lernfortschrittsdokumentation wird zumindest einmal pro Semester mit den Erziehungsberechtigten „durchgegangen“.
  • Diesem Prozess geht eine Erläuterung voraus.

Die Lernfortschrittsdokumentation ist von den Erziehungsberechtigten jederzeit einsehbar und wird mindestens einmal pro Semester diesen nachweislich zur Kenntnis gebracht (wird durch Unterschrift des Erziehungsberechtigten/der Erziehungsberechtigten dokumentiert).

Die Gespräche mit den Erziehungsberechtigten anhand der individuellen Lernfortschrittsdokumentation sind verbindlich und 2x jählich abzuhalten.

Die „Lernfortschrittsdokumentation“ wird von der jeweiligen Lehrerin/dem jeweiligen Lehrer gemäß dem österreichischen Lehrplan gestaltet.

Im Schuljahr 2019/20 setzten folgende Klassen nach dem Beschluss im Klassenforum die LFD ein: Vorschulklasse, 1a und 1b

Die Klassen 2a und 2b setzten die LFD nur im 1. Semester ein, im 2. Semester gibt es die Ziffernbeurteilung.

In den Klassen 3a und 3b, sowie die Klassen 4a und 4b wird ausschließlich mit Ziffern beurteilt.

Quelle: Stadtschulrat für Wien



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